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Privatärztliche Gemeinschaftspraxis Dr. med. Angelika Jap Fachärztin für Allgemeinmedizin |  Dr. med. Yvonne Jap Fachärztin für Innere Medizin | Prävention, Diagnostik, Therapie in Düsseldorf-Benrath

Zecken fallen nicht von Bäumen

Zecken fallen nicht von den Bäumen
Bericht aus der Rheinischen Post vom 25.07.06

»RP-SPRECHSTUNDE: Wer Zeckenbisse beim Aufenthalt in der Natur vermeiden will, sollte sich richtig schützen. Die Benrather Allgemeinmedizinerin Dr. Angelika Jap erklärt, worauf es ankommt.

DÜSSELDORF-SÜD Vom Frühsommer bis Herbst lauern Zecken in Unterholz und hohem Gras, um einen geeigneten Wirt zu finden. Nicht nur Hunde, sondern auch Menschen werden von den Spinnentieren ausgewählt. Nach Entdecken einer Zecke am Körper sollte diese so schnell wie möglich und komplett entfernt werden. Denn sie können verschiedene Krankheiten auf den Menschen übertragen.
Die häufigste durch Zecken auf Menschen übertragene Erkrankung in Europa ist die Borreliose. Sie kann neben Haut und Gelenken auch das Nervensystem, Augen und Herz betreffen. In Deutschland ist die Infektionsrate der Zecken regional unterschiedlich hoch und liegt zwischen einem und 30 Prozent, etwa 20000 Menschen erkranken bei uns jährlich.
Die Zecken fallen nicht von den Bäumen, sie sitzen im hohen Gras und Unterholz. Wer sich dort hinein begibt, sollte sich anschließend gründlich nach Zecken absuchen, sich komplett entkleiden und sorgfältig auch Kniekehlen und Leistenregion sowie Achselhöhlen inspizieren. Sitzt die Zecke bereits fest und hat mit ihrem Saugakt begonnen, gestaltet sich die Entfernung etwas schwieriger. Hilfreich ist eine Pinzette, noch besser eine Zeckenzange (in Tiermärkten oder Apotheken).

INFO - Vorbeugen

Insektenschutzmittel:
Wer sich in hohem Gras oder Unterholz tummelt, kann mit Insektenschutzmitteln für eine kurze Zeit einem Stich vorbeugen
Helle Kleidung:

Lange Hosenbeine in die Strümpfe stecken, so verbessert man die Chance, eine noch freilaufende Zecke auf der Kleidung zu entdecken und erschwert der Zecke den Zugang zur Haut
Körper absuchen:

durch regelmäßige Hautkontrolle, auch in Falten und Beugen, lassen sich die Zecken schneller entdecken
Schnellstens entfernen: 
je länger die Zecke saugen kann, umso größer ist das Infektionsrisiko.
Eine ungestörte Blutmahlzeit dauert 48-72 Stunden. Nur eine infizierte Zecke kann die Krankheit an den Menschen weitergeben 0,1-4% der Zecken tragen das FSME-Virus.

Für Risikogebiete ist eine Impfung ratsam

Vorsicht bei Wanderröte

Das Aufbringen irgendwelcher Flüssigkeiten wie Öl oder Klebstoff ist tunlichst zu unterlassen. Auch das Quetschen und Drücken des Zeckenkörpers ist zu vermeiden. Möglichst nah an der Haut sollte die Zecke mit der Pinzette erfasst werden und mit einer Drehung ohne Zug entfernt werden. Wer sich das nicht zutraut, der sollte sich ruhig einem Arzt anvertrauen. Zudem gibt der Zeckenkontakt eventuell Anlass zum Auffrischen einer nicht mehr aktuellen Wundstarrkrampf-Impfung. Die entfernte Zecke muss vernichtet werden. Die Einstichstelle ist über die nächsten Tage zu beobachten. Hierbei ist von Belang, ob es zu einer für die Borrelieninfektion typischen Ausbildung einer „Wanderröte" kommt. Es handelt sich dabei um eine flächenhafte Rötung der Haut, die an der Mitte der Zeckenstichsteile abblassen kann, und somit wie ein roter Ring aussieht, der sich im weiteren Verlauf ausweitet. In diesem Fall müssten zur Behandlung bestimmte Antibiotika gegeben werden, was jedoch ambulant, also ohne Krankenhausaufenthalt möglich ist. Bleibt jedoch der Erreger unentdeckt, können sich nach Monaten bis Jahren Symptome eines späten oder chronischen Krankheitsstadiums zeigen. Ein sofortiger Beweis der Diagnose, etwa durch eine Blutuntersuchung, ist nicht möglich. Bevor der menschliche Organismus eine messbare Immunantwort gegeben hat, indem er nachweißbare Antikörper bildet, vergehen bis drei Wochen.
Zwar besteht heute die Möglichkeit, eine etwaige Infizierung der Zecke untersuchen zu lassen. Die Kosten für dieses Prozedere trägt jedoch der Patient selbst. Der praktische Nutzen für die weitere Vorgehensweise ist bestenfalls Diskussionsstoff.

FSME Risikogebiete
Während die Borrelien in ganz Deutschland vorkommen, ist eine andere durch Zecken übertragbare Erkrankung, die  Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), auch europäisches Zeckenbißfieber genannt, eine Virusinfektion die nur in bestimmten Regionen Deutschlands (und Europas) auftritt. Jährlich kommt es zu ca 150 Erkrankungen. 0,1 - 4% der Zecken sind je nach Region mit dem Virus belastet. Solche Risikogebiete sind zur Zeit in Bayern, Niederbayern und der Oberpfalz, umfassen einige Landkreise in Mittel-, Ober- und Unterfranken sowie Oberbayern. Große Teile von Baden-Württemberg mit dem gesamten Schwarzwald, Teile von Hessen, Rheinland-Pfalz und Thüringen sind ebenfalls betroffen. Die Kenntnis der Risikogebiete hat für uns insofern Bedeutung, da sie als mögliche Reiseziele in Frage kommen. Hier sollte die Impfung in Betracht gezogen werden, sofern die Urlaubsaktivitäten einen Zeckenkontakt möglich machen (und das kann ja schon ein Spaziergang oder eine Wanderung sein).
Bei der FSME  handelt es sich um eine Entzündung von Gehirn und Gehirnhäuten. Die FSME-Viren sitzen in den Speicheldrüsen der infizierten Zecken, von wo aus sie im Falle eines Zeckenstiches schnell in den menschlichen Organismus abgegeben werden können. Kommt es zu einer Infektion des Menschen, so zeigen sich in der ersten Erkrankungsphase Fieber und grippeähnliche Beschwerden. Nach einer weiteren, beschwerdefreien,Woche kommt es schließlich bei einem Teil der Erkrankten zu einem erneuten Fieberanstieg, möglicherweise mit Gehirn- und Gehirnhautentzündungen. Da es sich um eine Viruserkrankung handelt, ist eine antibiotische Behandlung nicht hilfreich.

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Dr. med. Angelika Jap | Dr. med. Yvonne Jap | Benrather Schlossufer 47a | 40593 Düsseldorf | Tel. 0211 - 71 37 85
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